SEO-Freitag

Suchmaschinenoptimierung aus der Hölle

(Teil 5/5) user-generated content: jeder Webseitenbetreiber träumt davon. Inhalte, die man von der Community frei Haus geliefert bekommt, und dazu das passende Affiliate-Programm, das einem das Leben mit Werbeeinnahmen versüßt. Pustekuchen. Denn selbst das bestgepflegte Portal kann schnell zum SEO-Alptraum werden.

Der SEO-Freitag Teil 5

Düsseldorf, 13. März 2015 von Frank Ammari

Fünfter und letzter Teil

Wir haben an einem Freitag, den 13. gestartet und enden heute auch an einem Freitag, den 13. Im letzten Teil unserer kleinen „Der SEO-Freitag”-Serie wollen wir uns dem Traum und Alptraum eines jeden Webseitenbetreibers widmen: user-generated content

Umgangssprachlich wird häufig der Begriff (Web-) Portal gebraucht. Wir verwenden hier den Begriff (Online-) Community. Idealerweise besteht diese Gemeinschaft aus vielen Menschen, die die selben Interessen teilen. Es gibt viele Tools, die den Betrieb einer Community-Plattform ermöglichen. Wir wollen uns hier nur mit den SEO-relaventen Werkzeugen beschäftigen. Also mit Foren und Blogs und den hier entstehendem user-generate content.

Wer sich einmal damit beschäftigt hat, eine Community aufzubauen, weiß, wie viel Arbeit das ist. Abgesehen von rechtlichen Problemen, Sie als Webseitenbetreiber haften für Inhalte, gilt es auch Ihr Google-Ranking im Auge zu behalten. Denn mit einer starken, themenbezogenen Community-Webseite sind Sie ein gefundenes Fressen für Spammer.

user-generated Spam

Wenn der user-generated content zum user-generated Spam wird, geht der SEO-Alptraum los. Haben Sie eine große Community und wird diese von Google ausgesprochen gut bewertet, erhalten Sie bei Spam-Inhalten bestenfalls eine Benachrichtigung von Google. In der Regel stehen Sie hier selbst in der Verantwortung. 

Inhalt eines typischen Spam-Kommentars:
Great content. I love your website. BTW: get cheap CANON, NIKON, SONY, FUJI cameras here.

Maßnahmen gegen user-generated Spam

Dichtmachen. Die sicherste Variante ist das Kommentieren in Blogs zu deaktivieren oder das Forum zusätzlich mit einem Apache .htaccess-Kennwortschutz zu versehen. Während der Blog mit dem Ausschalten der Kommentar-Funktion zur Einbahnstraße wird, ist das Forum mit dem zusätzlichen Kennwortschutz auch für Google nicht mehr erreichbar.

Anti-Spam-Tools. Alternative können Sie Anti-Spam-Tools wie Googles neues ReCaptcha oder Akismet verwenden. Während Googles ReCaptcha den Nutzer verifiziert um Spam-Bots auszufiltern, untersucht Akismet den Kommentar-Text selbst. Mit diesen Tools verhindern Sie zwar keinen manuellen Spam-Kommentar, automatisierter Spam jedoch wird erfahrungsgemäß nachlassen.

Robots.txt. Wenn Sie user-generated content gar nicht in Ihr Google-Ranking einfließen lassen wollen, können Sie Google den Zugriff auf Bereiche Ihre Webseite verbieten.

robots.txt-Eintrag:
disallow: /blog/ disallow: /community/

Damit verhindern Sie zwar keine Spam-Kommentare, Google wird diese Bereiche Ihrer Webseite jedoch ignorieren. So umgehen Sie zumindest die negative Auswirkungen von Spam-Kommentaren auf Ihr Google-Ranking.

nofollow. Zusätzlich ist es sinnvoll, Ihr Ranking zu schützen. Denn wenn immer ein Link gesetzt wird, wird auch ein Stück Ihres Rankings weitergegeben.

Ranking wird weitergegeben
<a href="...">Linkname</a>
Ranking wird nicht weitergegeben
<a href="..." rel="nofollow">Linkname</a> 

Ergänzen Sie alle Links in Kommentaren mit dem rel-Attribut „nofollow”. Spam-Kommentare lassen sich auch hiermit nicht verhindern, die Weitergabe Ihres Rankings an andere Webseiten jedoch wird unterbunden. Das kann Ihre Webseite für Spammer weniger schmackhaft machen.

Tipp: Sollten Sie eine große Community-Webseite betreiben und nicht auf user-generated content verzichten wollen, dann lassen Sie sich beim Aufspühren von Spam-Kommentaren durch Ihre Community unterstützen. Denn die ist wenigstens genauso verärgert über Spam.

Affiliate-Programme

Die Community zu Geld machen. Das ist der Traum vieler Community-Betreiber. Warum auch nicht. Zielgruppen- und themenrelevante Anzeigen zu schalten, macht Sinn. Nur sollten Sie es damit nicht übertreiben. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Inhalten und Werbeanzeigen. Werbeanzeigen sollten zu Inhalten passen.

Werbefarmen mit einer Vielzahl Affiliate-Anzeigen ohne erkennbaren Mehrwert für die Nutzer sind für Google irrelevant und schaden Ihrem Ranking. Ihre Inhalte sollten klar im Vordergrund stehen. Ein gutes Beispiel bietet hier das deutschsprachige Verbraucherinformationsportal www.dir-info.de . Übrigens: dir-info.de wird mit dem agentureigenen aitsu CMS  betrieben.

Damit beenden wir unsere kleine, fünfteilige Serie „Der SEO-Freitag” und hoffen Ihnen Suchmaschinenoptimierung ein wenig nähergebracht zu haben. Für Ihre Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an .