SEO-Freitag

Suchmaschinenoptimierung aus der Hölle

(Teil 2/5): Im heutigen Teil unserer kleine Serie „Der SEO-Freitag” beschäftigen wir uns mit Weiterleitungen. Warum sind Weiterleitungen eine gute Sache? Worauf muss ich achten?

Der SEO-Freitag Teil 2

Düsseldorf, 20. Februar 2015 von Frank Ammari

Irreführende Weiterleitungen

Was sind Weiterleitungen? Und wie kann eine Weiterleitung irreführend sein? Sollte ich besser auf Weiterleitungen verzichten? Nutze ich Weiterleitungen, ohne es zu wissen?

Die wohl bekannteste Weiterleitung ist die 301-Weiterleitung. Damit soll ein Webartikel dauerhaft unter einer neuen Internetadresse erreichbar sein. Im folgenden Beispiel teilen wir dem Browser mit, dass er die gewünschte Information nicht mehr unter der Adresse

www.ammaridesign.de/webdesign.html

sondern fortan unter der neuen Adresse

www.ammari.de/de/webdesign-entwicklung

findet.

Browser-Anfrage:

GET /webdesign.html HTTP/1.1
Host: www.ammaridesign.de
...

Normale Server-Antwort:

HTTP/1.1 200 OK
...

Browser-Anfrage:

GET /webdesign.html HTTP/1.1
Host: www.ammaridesign.de
...

Server-Antwort mit Weiterleitung:

HTTP/1.1 301 Moved Permanently
Date: Fri, 20 Feb 2015 00:00:00 GMT
Server: Apache
Location: http://www.ammari.de/de/webdesign
...

Hier eine Auflistung aller HTTP-Status-Codes

Domainumzug

Solche dauerhaften Weiterleitung nutzt man, wenn man beispielsweise auf eine neue Domain umzieht oder mehrere Webseiten in einer Webseite bündelt. Hier sind 301-Weiterleitungen nicht nur das übliche Vorgehen, sondern werden von Google ausdrücklich erwünscht.

Alte Webseiten

Im Zuge eines Redesigns werden die bereits bei Google indexierte Webseitenartikel in der neuen Webseite leider häufig einfach gelöscht. Solchen alten Einträge lassen sich sehr gut mit dem kostenfreien Google Webmastertools Google Webmastertools finden. Alternativ können Sie sich mit dem Google Such-Operator site: auch alle von Google erfassten Webseitenartikel Ihrer Webseite anzeigen lassen. 

Täuschung

Von Google ausdrücklich unerwünscht, sind Methoden, die der Google Suchmaschine andere Ergebnisse anzeigen, als dem Nutzer. Dazu bedient man sich häufig Weiterleitungen mit Javaskript. Dabei soll Google die SEO-Seite lesen und möglichst weit oben im Suchergebnis anzeigen. Der Webseitenbesucher indes bekommt eine völlig andere Webseite präsentiert.

301-Weiterleitungen sind eine gute Sache. Bestenfall ändert sich die Adresse Ihre Webseitenartikel nie. Das lässt sich aber oft nicht vermeiden. Bei einem Domainumzug oder alten Webseitenlinks sollten Sie Weiterleitungen via htaccess-Weiterleitung von Ihrem Webserver erledigen lassen. Verzichten Sie möglichst auf Weiterleitungen per Javaskript.

Übrigens: Die Anzahl der Weiterleitungen ist nicht limitiert, kann aber je nach Umfang Ihren Webserver belasten. Achten Sie darauf, möglichst wenig verkettete Weiterleitungen einzubauen.

Der dritte Teil von „Der SEO-Freitag” folgt am 27. Februar und beschäftigt sich mit dem Thema Linktauschprogramme.