SEO-Freitag

Suchmaschinenoptimierung aus der Hölle

(Teil 1/5): Helau und Alaaf. Die Jecken sind los und wir starten unsere kleine Serie „Der SEO-Freitag”. Im ersten von fünf Teilen erklären wir anhand von praktischen Beispielen, was Google unter automatisch generierten Inhalten versteht und warum Sie bei Online-Übersetzungen lieber zweimal hinschauen sollten.

Der SEO-Freitag Teil 1

Düsseldorf, 13. Februar 2015 von Frank Ammari

Automatisch generierte Inhalte

Google schiebt automatisch generierten Inhalten einen Riegel vor. Doch was versteht Google unter automatisch generierten Inhalten? Betrifft mich das überhaupt?

Automatisch generierte Inhalte zu nutzen, passiert nicht aus Versehen. Hier steht meist die Täuschungsabsicht im Vordergrund. Google soll ausgetrickst werden, um ein besseres Ranking zu erzielen. Mit Tools, die Webseitentexte erstellen, ohne dass dazu irgendjemand irgendetwas beiträgt. Hier werden liebevoll erstellte Inhalte der bei Google gut platzierten Konkurrenz billigst plagiiert.

Synonymisierung

Um für die eigenen Webseite kostenlos automatisch generierter Inhalte zu bekommen, nutzt man oft Synonymisierung. Dabei werden fremden Webseitentexte kopiert und durch ein Synonymisierungstool gejagt. Dieses ersetzt eine Reihe von Wörtern durch Wörter gleicher oder ähnlicher Bedeutung, den Synonymen. Das so erzeugten Plagiat wird dann in die eigene Webseite eingefügt. 

Original:

„Good copy is ruined by applying these sorts of tools, since the author’s particular choice of words is crucial for conveying the meaning, connotation and style, and for maintaining professionalism, readability and flow. Readers recognize that copy which has been automatically modified in this way is generally of lower quality.”
Ein Repräsentant Firma Copyscape

Synonymisierte Version:

Good image is irreparable by applying these genders of implements, therefore the scribe’s appropriate best of expressions is important for conveying the gist, suggestion furthermore manner, also for sustaining professionalism, readability furthermore stream. Primers apprehend that counterfeit which has been automatically modified in this course is often of depreciate attribute.

Erzielt man mit solchen Methoden einen guten Platzierung, ist das Glück meist nur von kurzer Dauer. Was passiert? Die Webseite wird aufgerufen, Nutzer lesen den Text, bemerken die Täuschung und verlassen die Webseite umgehend. Häufig zurück zum vorherigen Suchergebnis. Genau das registriert Google und das Plagiat fliegt aus dem Google Index.

Automatische Übersetzungen

Im Gegensatz zu Synonymisierungsdiensten kann der unbedarfte Webseitenbetreiber durch automatische Übersetzungen unbewusst über diese SEO-Hürde stolpern. Bei der automatischen Übersetzung fügt man den Original-Text ein und wählt die gewünschte Zielsprache aus. Google selbst bietet die Übersetzung kostenfrei an.

Original:

„Good copy is ruined by applying these sorts of tools, since the author’s particular choice of words is crucial for conveying the meaning, connotation and style, and for maintaining professionalism, readability and flow. Readers recognize that copy which has been automatically modified in this way is generally of lower quality.”
Ein Repräsentant Firma Copyscape

Übersetzung von Google:

Gute Kopie wird durch die Anwendung dieser Art von Werkzeugen ruiniert , da der Autor bestimmte Wortwahl ist entscheidend für die Vermittlung der Bedeutung , Konnotation und Stil, und für die Aufrechterhaltung der Professionalität, die Lesbarkeit und Flut. Die Leser erkennen, dass Kopie, die auf diese Weise automatisch so modifiziert wurde, ist in der Regel von geringerer Qualität.

Im Ergebnis ist es bei Übersetzungsdiensten wie mit Synonymisierungsdiensten. Textmüll, den keiner lesen will. Unsere Empfehlung: übersetzen Sie Texte nicht automatisiert, sondern passen Sie Ihre Texte an die Gepflogenheiten des entsprechenden Sprachraums an (Lokalisierung). Sollten Sie bei der Übersetzung Ihrer Webseitentexte dennoch ausschließlich auf Google setzen wollen, nutzen Sie Googles Plugin Übersetzung für Webseiten.

Automatisch generierte Musik

Zum Abschluss noch ein kleines Stück automatisch komponierter Musik. TransProse liest Romane und findet darin selbstständig bis zu acht unterschiedliche Emotionen, die es dann automatisiert in Musik umwandelt. Viel Vergnügen mit TransProse' musikalischer Interpretation von Peter Pan.

Ausblick

Wann automatisch generierten Inhalte für den Google Nutzer ausreichend relevant sein werden, weiß man nicht. Zur Zeit sind sie es nicht. Solange Google seinen Nutzern relevante Inhalte liefern will, und davon dürfen wir ausgehen, solange sollten Sie auch relevante Inhalte auf Ihren Webseiten liefern. Und zwar solche, die Ihren Lesern gefallen. Und Google eben auch.

Im nächsten Teil vom „Der SEO-Freitag” geht es um irreführenden Weiterleitungen .